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Wie lange dauert ein TYPO3-Update?

Die ehrliche Antwort lautet wieder: Kommt drauf an. Ein sehr kleines TYPO3-Update kann in wenigen Stunden erledigt sein. Ein normales Projekt braucht schnell mehrere Tage. Große Legacy-Updates können sich über Wochen oder sogar Monate ziehen.

Bei einem kleinen, gut gepflegten Projekt mit nur einem Versionssprung kann ich grob mit etwa eineinhalb Tagen rechnen – inklusive Entwicklung, notwendiger Anpassungen, Datenbank-Update, Go-live und anschließendem Test. Bei einem normalen Update im Bereich von ungefähr 2.000 bis 4.000 Euro liegt der Aufwand eher bei 30 bis 60 Stunden. Wenn das Projekt komplexer wird, sind zwei Wochen schnell realistisch. Bei sehr großen Installationen kann die reine Projektlaufzeit deutlich darüber liegen.

Warum lässt sich die Dauer nicht pauschal nennen?

Die TYPO3-Version allein sagt noch nicht, wie lange das Update dauert. Entscheidend ist, was im System steckt. Mehrere Versionssprünge, eigene Extensions, alte APIs, spezielle Funktionen, Hosting-Themen oder eine aufwendige Abnahme können die Dauer deutlich verlängern.

Dazu kommt: Nicht jede Stunde eines Projekts ist reine Entwicklungszeit. Es gibt Rückfragen, Abstimmungen, Tests und Abnahmen. Wenn eine Entscheidung fehlt, die für den nächsten Schritt nötig ist, steht das Projekt an dieser Stelle erst einmal still.

Je besser das Projekt vorbereitet ist und je schneller offene Fragen geklärt werden, desto flüssiger läuft das Update.

Wie lange dauert ein kleines TYPO3-Update?

Wenn die Voraussetzungen gut sind, kann ein kleines Update sehr schnell gehen. Ideal ist ein Projekt mit wenigen individuellen Funktionen, kaum problematischen Extensions, sauberem Zugang zum Server und nur einem Versionssprung.

Dann kann der gesamte Ablauf grob in etwa eineinhalb Tagen erledigt sein. Darin steckt nicht nur das eigentliche Update, sondern auch die nötigen Code-Anpassungen, Datenbank-Updates, das Einspielen auf dem Zielsystem, der Go-live und ein anschließender Test.

Das ist allerdings der Idealfall. Schon eine einzelne problematische Extension oder eine alte Schnittstelle kann den Aufwand erhöhen.

Wie lange dauert ein normales TYPO3-Update?

Bei einem normalen Projekt rechne ich grob mit 30 bis 60 Stunden. Das ist typischerweise ein Update, bei dem bereits eigene Logik vorhanden ist, mehrere Extensions geprüft werden müssen oder zusätzliche Anpassungen an PHP, TypoScript, Templates oder Infrastruktur nötig sind.

Solche Projekte sind nicht automatisch kompliziert. Es gibt einfach mehr Stellen, die geprüft und angepasst werden müssen.

Bei guter Vorbereitung und schnellen Rückmeldungen lässt sich so ein Update meistens in einem überschaubaren Zeitraum umsetzen.

Wie lange dauert ein komplexes oder großes Update?

Bei komplexeren Projekten sind knapp zwei Wochen schnell erreicht. Bei großen Legacy-Systemen kann sich das Update über mehrere Wochen oder Monate ziehen.

Das betrifft vor allem Installationen, die über viele Jahre gewachsen sind, mehrere Major-Versionen überspringen müssen und viele eigene Funktionen enthalten. Dort geht es nicht nur darum, TYPO3 selbst zu aktualisieren. Es müssen Stück für Stück Abhängigkeiten verstanden, Funktionen angepasst und anschließend wieder getestet werden.

Bei wirklich großen Systemen ist oft schon vor Projektstart klar, dass es kein Update für „mal eben nächste Woche“ wird. Wie groß der tatsächliche Aufwand ist, lässt sich aber auch dort erst vernünftig sagen, wenn ich das System zumindest einmal gesehen habe.

Arbeitsaufwand und Kalenderzeit sind nicht dasselbe

Ein Projekt mit 40 Stunden Aufwand ist nicht automatisch nach fünf Arbeitstagen fertig.

Auch wenn ich Updates am liebsten möglichst konzentriert durcharbeite, besteht ein normaler Arbeitstag nicht aus acht Stunden ununterbrochener Projektarbeit. Tagesgeschäft kommt dazwischen, Rückfragen müssen beantwortet werden und manche Schritte hängen von anderen Beteiligten ab.

Wenn zum Beispiel eine Entscheidung zu einer alten Extension offen ist und davon abhängt, wie das Update weitergeht, kann ich an dieser Stelle nicht einfach weitermachen. In der Wartezeit kann ich zwar andere Teile des Projekts bearbeiten oder an einem anderen Auftrag arbeiten, der Kalender läuft trotzdem weiter.

Die geschätzten Stunden beschreiben deshalb den Arbeitsaufwand. Die tatsächliche Projektdauer hängt zusätzlich davon ab, wie schnell Entscheidungen, Zugänge und Abnahmen erfolgen.

Was verlängert ein TYPO3-Update?

Einige Punkte tauchen bei längeren Projekten immer wieder auf:

  • mehrere Versionssprünge
  • Custom Extensions und individuelle Funktionen
  • unbekannte oder undokumentierte Funktionen
  • alte APIs und externe Systeme
  • Probleme mit Hosting oder Serverkonfiguration
  • fehlende Zugänge
  • Rückfragen, die nicht zeitnah beantwortet werden
  • externe Dienstleister, auf deren Änderungen gewartet werden muss
  • mehrere Abnahmerunden

Nicht jeder dieser Punkte ist ein Problem. Sie gehören bei größeren Updates einfach zum Projekt. Entscheidend ist, dass sie rechtzeitig erkannt und eingeplant werden.

Was kann der Kunde tun, damit das Update schneller geht?

Ein Kunde kann die Projektdauer erstaunlich stark beeinflussen. Besonders hilfreich ist eine gute Vorbereitung.

Zugänge sollten vollständig und rechtzeitig vorhanden sein. Fragen zum bestehenden System sollten möglichst schnell beantwortet werden. Wenn es einen festen Ansprechpartner gibt, der die Website kennt und Entscheidungen treffen kann, spart das viel Zeit.

Auch eine klare Vorstellung davon, was nach dem Update funktionieren muss, hilft enorm. Je weniger während der Umsetzung erst noch grundsätzlich geklärt werden muss, desto besser lässt sich das Projekt durchziehen.

Ein erreichbarer Ansprechpartner ist bei größeren Updates oft genauso wichtig wie eine saubere technische Ausgangslage.

Die Abnahme dauert manchmal länger als das Update selbst

Sobald ich mit meiner Prüfung fertig bin, bekommt der Kunde Zugang zur aktualisierten DEV-Version. Dann muss die Website so benutzt werden, wie sie auch im Alltag benutzt wird.

Es gibt dafür bei mir keine starre Frist. Ich erwarte aber eine klare Rückmeldung: Entweder ist alles in Ordnung und wir können live gehen, oder es gibt Auffälligkeiten, die noch geprüft werden müssen.

Mehrere Abnahmerunden sind völlig normal. Im Idealfall gibt es nur eine, in der Praxis fallen in der zweiten oder dritten Runde oft noch Dinge auf, die vorher niemand gesehen hat.

Problematisch wird es nur, wenn eine Abnahme sehr lange liegen bleibt. Es gibt Projekte, bei denen das Update technisch längst fertig ist und Wochen später plötzlich wieder dringend wird, weil sich jemand an die offene Abnahme erinnert.

Deshalb würde ich Kunden bei längeren Pausen regelmäßig daran erinnern, dass ihre Rückmeldung noch fehlt.

Wann geht das Update live?

Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist und die Abnahme durch ist, wird gemeinsam ein Termin für den Go-live festgelegt.

Technisch brauche ich dafür meistens keinen riesigen Vorlauf. Wichtiger ist der organisatorische Vorlauf auf Kundenseite. Redakteure müssen wissen, wann ein Content Freeze beginnt, und bei größeren Updates sollte auch klar sein, ob die Website für einen Zeitraum eingeschränkt erreichbar ist.

Der Termin wird deshalb gemeinsam abgestimmt und nicht einfach spontan von mir festgelegt.

Was ist mit sehr engen Deadlines?

Wenn ein Kunde mit einer festen Deadline kommt, prüfe ich zuerst, ob sie realistisch ist.

Ein typischer Fall ist ein Hoster, der eine alte PHP-Version abschaltet und dadurch plötzlich Zeitdruck entsteht. Wenn das früh genug bekannt ist und das Projekt überschaubar bleibt, kann man damit arbeiten.

Wenn ein System allerdings jahrelang nicht gepflegt wurde und kurz vor Ablauf einer Frist plötzlich alles innerhalb weniger Tage fertig sein soll, kann ich das nicht garantieren.

Eine Deadline macht ein großes Update nicht automatisch kleiner.

Wenn ein extrem enger Zeitplan bedeutet, dass ich abends oder am Wochenende arbeiten müsste, kann dafür außerdem ein Aufpreis entstehen. Wenn die Deadline technisch oder organisatorisch schlicht unrealistisch ist, würde ich das offen sagen.

Also: Wie lange dauert ein TYPO3-Update?

Für ein kleines, sauberes Projekt können wenige Stunden bis etwa eineinhalb Tage reichen. Ein normales Update liegt häufig bei 30 bis 60 Stunden. Komplexere Projekte brauchen schnell zwei Wochen, und große Legacy-Systeme können sich über mehrere Wochen oder Monate ziehen.

Die tatsächliche Dauer hängt vor allem davon ab, wie viele Versionssprünge nötig sind, welche individuellen Funktionen vorhanden sind, wie gut das Projekt vorbereitet ist und wie schnell Entscheidungen und Abnahmen erfolgen.

Bevor ich einen Termin verspreche, schaue ich deshalb erst ins System. Danach lässt sich normalerweise ziemlich schnell einschätzen, ob wir über Tage, Wochen oder ein deutlich größeres Projekt reden.