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Wieviel kostet ein TYPO3 Update

Die kurze Antwort lautet: Kommt drauf an. Ein TYPO3-Update kann ein kleines Projekt für wenige hundert Euro sein oder ein umfangreiches Legacy-Projekt, das 10.000 Euro und mehr kostet. Entscheidend ist nicht nur, welche TYPO3-Version aktuell läuft und auf welche Version aktualisiert werden soll. Viel wichtiger ist, was im System über die Jahre gewachsen ist.

Ein gepflegtes Projekt mit wenigen Extensions, sauberer Infrastruktur und nur einem Versionssprung kann schnell aktualisiert werden. Bei älteren Installationen mit Eigenentwicklungen, alten Schnittstellen, unklarer Dokumentation und mehreren Versionssprüngen sieht das anders aus. Der Preis hängt deshalb immer vom tatsächlichen Zustand der Installation ab.

Mit welchen Kosten muss man ungefähr rechnen?

Als grobe Orientierung kann man TYPO3-Updates in folgende Größenordnungen einteilen:

ProjekttypGrobe Größenordnung
kleines, überschaubares Projektwenige hundert bis ca. 2.000€
normales Updateca. 2.000 - 4.000€
komplexeres Updateab ca. 5.000€
großes Legacy Projektab ca. 10.000€, nach oben offen

Diese Werte sind keine Pauschalpreise. Sie sollen eine Vorstellung davon geben, wie groß die Spanne sein kann. Je größer und unklarer ein Projekt ist, desto schwieriger wird ein sinnvoller Festpreis. Bei sehr großen Legacy-Projekten arbeite ich deshalb lieber mit klar definierten Stunden- oder Budgetpaketen.

Wann ist ein TYPO3 Update günstig?

Der Idealfall ist schnell beschrieben: wenige Versionssprünge, möglichst keine eigenen Extensions, nur bekannte Drittanbieter-Extensions, eine gepflegte Projektstruktur, klare Anforderungen und ein sauberer technischer Zugang zum System.

Wenn zum Beispiel nur von einer TYPO3-Version auf die nächste aktualisiert werden muss und im Projekt kaum individuelle Logik steckt, ist ein Update oft sehr überschaubar. Auch SSH-Zugang hilft enorm. Wenn stattdessen nur FTP vorhanden ist oder die Infrastruktur stark eingeschränkt ist, kostet allein die Arbeitsweise mehr Zeit.

Je klarer die Ausgangslage ist, desto schneller lässt sich das Update durchführen und desto besser lässt sich der Preis vorab einschätzen.

Was macht ein TYPO3 Update teurer?

Der größte Aufwand entsteht meistens nicht durch TYPO3 selbst, sondern durch das, was im Laufe der Jahre rundherum gebaut wurde. Besonders wichtig sind eigene Extensions, Drittanbieter-Extensions, mehrere Versionssprünge, alte Schnittstellen, undokumentierte Funktionen und ein generell schlecht gepflegter technischer Stand.

Bei eigenen Extensions muss geprüft werden, ob der vorhandene Code mit der Zielversion und der dafür benötigten PHP-Version noch funktioniert. Manchmal sind nur kleine Anpassungen nötig. Bei älterem Code kann daraus aber schnell ein eigener Teil des Projekts werden.

Bei Extensions aus dem TYPO3 Extension Repository ist es ähnlich. Bekannte Erweiterungen wie news, powermail oder ke_search werden in der Regel gut gepflegt. Bei weniger verbreiteten Extensions muss genauer hingesehen werden. Wird eine Extension gar nicht mehr weiterentwickelt, muss entschieden werden, ob sie ersetzt, angepasst oder vielleicht gar nicht mehr benötigt wird.

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Je mehr Versionssprünge, desto größer der Aufwand

Ein Update von TYPO3 11 auf 12 ist normalerweise deutlich überschaubarer als ein Update von TYPO3 10 auf 14. Bei größeren Projekten aktualisiere ich Major-Versionen oft bewusst nacheinander. Das kann zum Beispiel so aussehen:

TYPO3 10 → 11 → 12 → 13 → 14

Das hat einen einfachen Grund: Änderungen lassen sich so besser kontrollieren. Bei jedem Schritt kann geprüft werden, was angepasst werden muss und ob das System weiterhin stabil läuft. Gleichzeitig steigt mit jedem zusätzlichen Versionssprung natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass PHP-Code, Extensions oder Konfigurationen angepasst werden müssen.

Alte PHP Versionen, Datenbanken und Server

Ein TYPO3-Update betrifft häufig nicht nur TYPO3. Auch PHP, MySQL oder MariaDB, Composer, Webserver und Deployment müssen zur Zielversion passen.

Besonders angenehm sind Umgebungen, in denen sich PHP- und Datenbankversionen flexibel einstellen lassen und ein Ansprechpartner für den Server vorhanden ist. Schwieriger wird es bei stark eingeschränkten Hosting-Paketen, bei denen bestimmte Versionen nicht verfügbar sind oder Änderungen nur über den Support des Hosters möglich sind.

Ein technisch sauberes Hosting spart bei Updates oft mehr Zeit, als Kunden zunächst vermuten.

Viele Seiten bedeuten nicht automatisch ein teures Update

Eine Website mit 5.000 normalen Inhaltsseiten kann technisch einfacher zu aktualisieren sein als eine Website mit 50 Seiten und mehreren individuellen Extensions.

Wenn viele Seiten hauptsächlich aus Standard-Inhalten bestehen, ist ihre Anzahl für den eigentlichen Entwicklungsaufwand oft gar nicht so wichtig. Interessanter wird es bei Plugins, Formularen, eigenen Inhaltselementen, geschützten Bereichen, Schnittstellen oder speziellen Berechtigungen.

Ganz unwichtig ist die Größe trotzdem nicht. Je größer eine Website ist, desto mehr muss nach dem Update getestet werden. Auch wenn der eigentliche Code schnell aktualisiert ist, dauert die Abnahme bei großen Installationen meistens länger.

Was wird bei den kosten oft überschätzt?

Die reine Anzahl der Seiten wird oft überschätzt. Gleiches gilt für viele Redakteure oder mehrere Sprachen. TYPO3 ist genau für solche Anforderungen gebaut. Natürlich müssen Rollen, Berechtigungen und Sprachkonfigurationen nach dem Update getestet werden, aber sie machen ein Projekt nicht automatisch kompliziert.

Auch mehrere Standard-Extensions sind kein Grund zur Panik. Eine Installation mit zehn gut gepflegten, verbreiteten Extensions kann einfacher zu aktualisieren sein als eine kleine Website mit einer einzigen alten Eigenentwicklung, die niemand mehr richtig versteht.

Undokumentierte Funktionen sind teuer

Problematisch sind Funktionen, von denen niemand mehr genau weiß, dass es sie gibt oder warum sie einmal gebaut wurden. Das können nächtliche Importe, alte API-Anbindungen, Scheduler-Tasks, spezielle Backend-Module oder individuelle Regeln für einzelne Domains sein.

Genau hier entsteht bei Legacy-Projekten viel Aufwand. Eine Funktion fällt während der ersten Analyse vielleicht nicht sofort auf, wird später aber gebraucht und funktioniert nach dem Update nicht mehr. Dann muss erst geklärt werden, was sie genau macht, ob sie noch benötigt wird und wie sie in der neuen Version umgesetzt werden kann.

Gute Dokumentation und ein fester Ansprechpartner auf Kundenseite sparen deshalb bares Geld.

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Ein Beispiel aus der Praxis

Ich habe an einem TYPO3-Projekt gearbeitet, das auf den ersten Blick hauptsächlich aus normalen Inhaltsseiten bestand. Technisch war es deutlich komplexer. In einer einzigen Installation liefen rund 70 Domains. Viele davon hatten eigene Regeln für News, Termine und regionale Besonderheiten.

Die Konfiguration war über Jahre gewachsen. Vieles baute aufeinander auf, gleichzeitig gab es immer wieder Ausnahmen. Dazu kamen viele Beteiligte, weil einzelne Bereiche von unterschiedlichen Landes- und Regionalverbänden betreut wurden.

Das eigentliche TYPO3-Update war nur ein Teil der Arbeit. Ein großer Aufwand entstand dadurch, nach und nach zu prüfen, ob sich jede einzelne Website nach dem Update noch so verhielt wie vorher. Genau solche gewachsenen Strukturen machen große Updates schwer kalkulierbar.

Festpreis oder Abrechnung nach Aufwand

Bei kleinen und überschaubaren Projekten ist ein Festpreis sinnvoll. Wenn klar ist, welche Versionen betroffen sind, welche Extensions eingebaut sind, welche Infrastruktur vorhanden ist und welche Funktionen erhalten bleiben müssen, lässt sich der Aufwand gut einschätzen.

Bei großen Legacy-Projekten würde ich keinen künstlichen Festpreis nennen. Dort arbeite ich lieber mit klar begrenzten Stunden- oder Budgetpaketen. Man kann zum Beispiel festlegen, dass im ersten Schritt maximal 40 Stunden beauftragt werden und vorher definieren, welches Ziel mit dieser Phase erreicht werden soll.

Wenn ich dafür nur 30 Stunden brauche, werden auch nur 30 Stunden abgerechnet. So bleibt das Budget kontrollierbar, ohne dass ich unbekannte Risiken mit einem großen Sicherheitsaufschlag in einen Festpreis einbauen muss.

Was passiert, wenn während des Updates etwas Unerwartetes auftaucht?

Bei älteren Systemen kommt das vor. Wichtig ist, wie damit umgegangen wird.

Wenn während der Arbeit eine bisher unbekannte Funktion auftaucht, kläre ich zuerst, was sie macht, ob sie noch gebraucht wird und wie sie sich in der Zielversion abbilden lässt. Wenn daraus zusätzlicher Aufwand entsteht, bespreche ich das mit dem Auftraggeber, bevor einfach weitergearbeitet wird.

Eine deutlich höhere Rechnung darf am Ende nicht einfach aus dem Nichts auftauchen.

Kostet die erste Analyse etwas?

Eine erste Einschätzung ist bei mir grundsätzlich kostenlos. Dafür brauche ich normalerweise zumindest Zugang zum TYPO3-Backend.

Oft reichen etwa 30 Minuten, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Dabei schaue ich unter anderem auf die aktuelle TYPO3-Version, installierte Extensions, individuelle Erweiterungen, PHP- und Datenbankversionen, Konfigurationen und erkennbare Schnittstellen.

Bei kleineren und mittleren Projekten reicht das meistens aus, um den nächsten Schritt sinnvoll zu planen. Nur bei sehr großen Installationen kann eine belastbare Analyse mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. In diesem Fall wird vorher besprochen, welcher Aufwand dafür nötig ist.

Kommt anschließend der Update-Auftrag zustande, wird eine kostenpflichtige Analyse vollständig angerechnet.

Warum kostet „nur ein Update“ mehrere Tausend Euro?

Weil bei einem größeren TYPO3-Update eben nicht nur eine Versionsnummer geändert wird.

TYPO3 bildet oft seit vielen Jahren die technische Grundlage einer Website. In dieser Zeit kommen Extensions, eigene Entwicklungen, Schnittstellen, neue Anforderungen und Serveränderungen hinzu. All diese Dinge müssen nach dem Update weiterhin funktionieren.

Wenn ein System regelmäßig gepflegt wurde, bleiben Updates meistens überschaubar. Wurde über Jahre wenig gemacht, sammeln sich Änderungen an. Was jahrelang an Wartung gespart wurde, taucht irgendwann als größerer Update-Aufwand wieder auf.

Was kostet dein TYPO3-Update?

Für eine erste Einschätzung brauche ich vor allem Zugang zum TYPO3-Backend und ein paar Informationen darüber, welche Funktionen für euch wichtig sind. Danach kann ich meistens recht schnell einschätzen, ob es sich um ein kleines, gut kalkulierbares Update handelt oder ob wir uns das System genauer ansehen müssen.

Wenn du wissen möchtest, in welcher Größenordnung dein eigenes TYPO3-Update liegt, schick mir eine Anfrage. Ich schaue mir das System an und sage dir offen, was sinnvoll ist und womit du ungefähr rechnen musst.

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