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Welche TYPO3-Version habe ich eigentlich?
Wenn du wissen willst, ob dein TYPO3 ein Update braucht, ist die aktuelle Version natürlich der erste Anhaltspunkt. Zum Glück ist sie normalerweise sehr leicht zu finden.
Wenn du Zugriff auf das TYPO3-Backend hast, musst du dafür nichts Technisches können. Die genaue Version wird oben links im Backend angezeigt, direkt über dem Seitenbaum. Für eine erste Anfrage reicht mir meistens schon die Major-Version, also zum Beispiel TYPO3 10, 11, 12 oder 13.
Wenn du die Version nicht kennst, ist das aber auch kein Problem. Mit einem Backend-Zugang kann ich das in wenigen Sekunden selbst prüfen.
Wo sehe ich die TYPO3-Version im Backend?
Nach dem Login ins TYPO3-Backend steht die installierte Version oben links über dem Seitenbaum. Dort wird die vollständige Versionsnummer angezeigt.
Eine Versionsnummer kann zum Beispiel so aussehen:
TYPO3 13.4.12
Dabei bedeutet:
13= Major-Version4= Minor-Version12= Patch-Version
Für die erste Einschätzung eines größeren Updates interessiert mich vor allem die Major-Version. Ob dort 13.4.10 oder 13.4.12 steht, macht für die grundsätzliche Planung normalerweise keinen großen Unterschied.
Wie finde ich die Version bei einer Composer-Installation?
Wenn du technischen Zugriff auf das Projekt hast, kannst du die installierte TYPO3-Core-Version auch direkt über Composer prüfen.
Der passende Befehl lautet:
composer show typo3/cms-core
Composer zeigt dann die installierte Version des TYPO3-Cores an.
Auch ein Blick in die composer.json kann helfen. Dort sieht man, welche TYPO3-Version beziehungsweise welcher Versionsbereich für das Projekt vorgesehen ist. Für die tatsächlich installierte Version ist composer show typo3/cms-core aber die eindeutigere Abfrage.
Und bei alten TYPO3-Projekten ohne Composer?
Bei älteren Installationen wurde TYPO3 oft noch nicht über Composer verwaltet. Dort liegt der Core häufig als eigener Ordner im Projekt oder wird über einen Symlink eingebunden.
Mit etwas Glück heißt dieser Ordner zum Beispiel:
typo3_cms_9.5.x
Darauf würde ich mich aber nicht verlassen. Viele Projekte nennen den Ordner einfach nur typo3_cms.
Im Core-Verzeichnis finden sich in der Regel README- oder andere Versionsdateien, über die sich die installierte Version eindeutig feststellen lässt.
Für einen normalen Betreiber ist dieser Weg aber meistens unnötig. Wenn ein Backend-Zugang vorhanden ist, ist die Versionsanzeige dort der einfachste Weg.
Kann ich die TYPO3-Version von außen erkennen?
Nicht zuverlässig.
TYPO3 hinterlässt je nach Konfiguration einen Kommentar im HTML-Quelltext der Website. Dort kann zum Beispiel ein Hinweis wie „This website is powered by TYPO3“ zusammen mit Copyright-Jahreszahlen stehen.
Wenn dort beispielsweise eine Jahresangabe wie 1998–2020 auftaucht, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Installation schon älter ist.
Mehr aber auch nicht.
Der Kommentar kann verändert oder komplett entfernt worden sein. Außerdem lässt sich aus einer Jahreszahl keine genaue TYPO3-Version ableiten.
Von außen kann man höchstens Vermutungen anstellen. Für eine belastbare Aussage braucht man Zugriff auf das System.
Welche Informationen sind neben der TYPO3-Version noch interessant?
Für die erste Anfrage reicht die Major-Version meistens aus. Wenn aus der Anfrage ein konkretes Update-Projekt wird, schaue ich mir natürlich mehr an.
Im TYPO3-Backend gibt es unter anderem Informationen zur Systemumgebung. Dort lassen sich zum Beispiel die eingesetzte PHP-Version und Datenbankversion prüfen.
Bei der eigentlichen Update-Analyse interessieren mich außerdem Dinge wie:
- installierte Extensions
- eigene Extensions und Funktionen
- PHP-Version
- MySQL- oder MariaDB-Version
- Composer-Konfiguration
- Serverumgebung
- Schnittstellen
- Scheduler-Tasks
- besondere Projektkonfigurationen
Die TYPO3-Version ist der Ausgangspunkt. Sie allein sagt aber noch nicht, wie aufwendig ein Update wird.
Wann ist eine TYPO3-Version wirklich alt?
Eine feste Grenze gibt es nicht, weil der Aufwand immer vom Projekt abhängt. Als grobe Faustregel gilt für mich aber: Wenn eine Installation mehr als drei Major-Versionen hinter dem gewünschten Ziel liegt, sollte man mit einem größeren Projekt rechnen.
Ein einzelner Versionssprung ist häufig überschaubar. Bei mehreren Sprüngen sammeln sich Änderungen aus TYPO3, PHP, Extensions und eigener Projektlogik.
Bei sehr alten Installationen stellt sich irgendwann auch die Frage, ob ein klassisches Update noch sinnvoll ist oder ob ein technischer Neuaufbau günstiger wäre.
Das lässt sich nicht allein anhand der Versionsnummer entscheiden, aber sie zeigt sehr schnell, in welche Richtung die Analyse gehen wird.
Du musst deine TYPO3-Version nicht kennen, bevor du dich meldest
Wenn du weißt, welche Version läuft: perfekt. Für eine erste Anfrage reicht mir die Major-Version völlig aus.
Wenn du es nicht weißt, ist das genauso in Ordnung. Ein Backend-Zugang reicht aus, damit ich die Version und die wichtigsten Eckdaten selbst prüfen kann.
Die eigentliche Frage ist am Ende sowieso nicht nur: „Welche TYPO3-Version läuft hier?“, sondern: Wie kommt dieses konkrete Projekt sinnvoll auf einen aktuellen Stand?